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Schlüssel-Fakten zur Chronischen Nierenkrankheit

Das Maß für die Nierenfunktion ist die glomeruläre Filtrationsrate. Eine chronische Nierenkrankheit liegt vor, wenn die glomeruläre Filtrationsrate unter einen bestimmten Wert (60 ml/min/1,73 m²) abgesunken ist, oder wenn im Urin Eiweiß ausgeschieden wird.
Weltweit leiden mehr als 500 Mio. Menschen an chronischer Nierenkrankheit, dies entspricht einem von zehn Erwachsenen.
Weltweit die häufigsten Ursachen sind Entzündungen und Infektionen der Nieren, Verengungen der ableitenden Harnwege und angeborene Nierenkrankheiten. In den Industrienationen sind Diabetes mellitus Typ 2 und Bluthochdruck aufgrund von Bewegungsmangel und Fehlernährung die häufigsten Ursachen. In den Entwicklungsländern steigt die Häufigkeit von Nierenkrankheiten aufgrund Diabetes und Bluthochdruck stark an.
Eine chronische Nierenkrankheit wird durch eine einfache Blut- und Urinuntersuchung festgestellt. Im Blut wird die Konzentration der Markersubstanz Kreatinin bestimmt, daraus wird die Nierenfunktion berechnet. Im Urin wird die Eiweißkonzentration gemessen.
Konsequenzen einer nicht erkannten Nierenerkrankung sind der fortschreitende Verlust der Nierenfunktion, möglicherweise bis zur Notwendigkeit von Dialyse und Transplantation, sowie Herz-Kreislauf-Komplikationen. Chronisch Nierenkranke haben ein mindestens 10fach erhöhtes Risiko, vorzeitig an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (Koronare Herzkrankheit, Herzversagen, Durchblutungsstörungen des Gehirns und der Arterien) zu versterben.
Die Kosten, die durch chronische Nierenkrankheiten verursacht werden, steigen. Weltweit sind 1,5 Mio. Menschen von der Dialyse abhängig oder leben mit einer Spenderniere. Diese Anzahl wird sich in den nächsten 10 Jahren voraussichtlich verdoppeln. Die Kosten für Dialyse und Nierentransplantation werden in dieser Zeit 1 Billion US$ überschreiten (Stand 2007). Dies könnte in den Industrienationen die Gesundheitsbudgets überfordern. Staaten mit geringerem Einkommen werden diese Kosten nicht tragen können.
Mehr als 80 % der Menschen, die eine Nierenersatztherapie erhalten, leben in Industrienationen. In Entwicklungsländern ist diese Behandlung weitgehend unerschwinglich. In Ländern wie Indien und Pakistan erhalten weniger als 10 % derer, die eine Behandlung benötigen, eine Nierenersatztherapie. In vielen afrikanischen Staaten wird eine Nierenersatztherapie in der Regel nicht angeboten, was bedeutet, dass viele Menschen einfach sterben. Für Entwicklungsländer wiegt die ökonomische Belastung besonders schwer, weil chronische Nierenkrankheiten dort in einem früheren Lebensalter auftreten.
Im Frühstadium wird eine chronische Nierenkrankheit meist nicht erkannt, insbesondere in Entwicklungsländern. Durch Früherkennung wird jedoch eine Behandlung noch vor dem Auftreten von Komplikationen ermöglicht.
Menschen mit erhöhtem Risiko sollten an Früherkennungsmaßnahmen teilnehmen, insbesondere Patienten mit Diabetes oder Bluthochdruck,Menschen mit Übergewicht,Raucher,über 50 jährige,bei familiärer Vorbelastung mit Diabetes, Bluthochdruck oder Nierenkrankheiten.
Eine Behandlung sollte bereits im Frühstadium begonnen werden. Empfohlen werden Kontrolle des Körpergewichts,regelmäßige körperliche Betätigung,Raucherentwöhnung,medikamentöse Senkung des Blutdrucks. Bei eingeschränkter Nierenfunktion oder Eiweiß im Urin sind ACE-Hemmer und AT1-Antagonisten Mittel der ersten Wahl
Korrektur von erhöhtem Blutzucker, erhöhten Blutfetten und Blutarmut.
Eine frühzeitige Behandlung kann den Verlust der Nierenfunktion verlangsamen und das Auftreten von Herz-Kreislauf-Komplikationen hinauszögern.


Aufgaben der Niere

Neben der Entfernung von Stoffwechselgiften aus dem Körper hat eine gesunde Niere eine Reihe weiterer lebensnotwendiger Aufgaben.
Regelung des Flüssigkeitshaushaltes durch Steuerung der Wasserausscheidung.
Regelung des Elektrolythaushaltes durch Steuerung der Konzentration von Ionen wie Natrium, Kalium, Calcium und Phosphat in den Körperflüssigkeiten.
Regelung des Säure-Basen-Haushaltes durch Steuerung der Säureausscheidung.
Entfernung von Medikamenten und Giften aus dem Körper.
Abgabe von Hormonen in das Blut, welche den Blutdruck (Renin),die Bildung roter Blutkörperchen (Erythropoetin) und den Knochenstoffwechsel (Vitamin D3) regulieren.
Bei Menschen mit chronischer Nierenkrankheit sind eine oder mehrere dieser Funktionen der Niere gestört.


Leitlinien

1997 wurde von der National Kidney Foundation (Nationale Nierenstiftung der USA) die Dialyse-Ergebnisqualitäts-Initiative (Dialysis Outcomes Quality Initiative oder DOQI) begonnen. Dieses Projekt hatte zum Ziel, die Betreuung von Dialysepatienten zu verbessern. Es entstanden evidenzbasierte Leitlinien zur Hämodialyse, zur Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse), zum Gefäßzugang und zur Ernährung von Dialysepatienten. 1999 beschloss die nationale Nierenstiftung, die Qualitäts-Initiative auf frühe Stadien der chronischen Nierenkrankheit auszuweiten (Kidney Disease Outcomes Quality Initiative oder K/DOQI). 2002 erschien die erste Leitlinie der K/DOQI. Diese Leitlinie legte diagnostische Maßnahmen fest (Evaluation), definierte die derzeit gebräuchliche Stadieneinteilung (Klassifikation) und schlug Maßnahmen zur Abschätzung des Risikos einer Krankheitsverschlechterung und des Auftretens von Komplikationen (Stratifikation) vor.
Derzeit sind zwölf Leitlinien veröffentlicht:
Hämodialyse
Peritonealdialyse
Gefäßzugang
Anämie-Management
Ernährung
Evaluation, Klassifikation und Stratifikation von chronischer Nierenkrankheit
Fettstoffwechselstörung
Knochenstoffwechselstörungen
Knochenstoffwechselstörungen bei Kindern
Bluthochdruck und Blutdruckbehandlung
Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Dialysepatienten
Diabetes und Chronische Nierenkrankheit
Die Kidney Disease: Improving Global Outcomes (KDIGO) ist eine globale gemeinnützige Stiftung mit dem Ziel einer weltweiten Verbesserung der Versorgung von chronischen Nierenkranken und deren Behandlungsergebnissen.[66] Die KDIGO hat folgende Leitlinien veröffentlicht:
Vorbeugung, Diagnose Evaluation und Behandlung der Hepatitis C bei chronischer Nierenkrankheit.[67]
Diagnose, Evaluation, Vorbeugung und Behandlung von Störungen des Mineral- und Knochenstoffwechsels bei chronischer Nierenkrankheit.[40]
Betreuung des nierentransplantierten Patienten.[68]
Die European Renal Association (Europäische Nieren Vereinigung) hat Leitlinien veröffentlicht zum Anämie-Management, zur Hämodialyse und zur Nierentransplantation.
Die Leitlinien der Canadian Society of Nephrology (Kanadische Gesellschaft für Nephrologie) beschäftigen sich mit Prinzipien der Behandlung des Terminalstadiums einer Nierenkrankheit, mit der Überweisung vom Allgemeinmediziner zum Nephrologen, sowie mit Hämodialyse, Peritonealdialyse, Gefäßzugang, Dialysebeginn und Anämie-Management.
Die britischen Leitlinien des Royal College of Physicians in Zusammenarbeit mit der britischen Nierenvereinigung wurden 2005 publiziert und 2008 aktualisiert. Es werden Maßnahmen zur Erkennung und zum Management von Nierenkrankheiten, sowie Kriterien zur Überweisung zum Spezialisten vorgeschlagen.
Die Leitlinien der Nephrologischen Gesellschaft von Australien und Neuseeland werden seit 2000 veröffentlicht. Sie umfassen Diagnostik, Vorbeugung und Behandlung von chronischer Nierenkrankheit, Dialyse und Nierentransplantation.
In der Datenbank der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften finden sich Leitlinien zur diabetischen Nephropathie, zur urämischen Polyneuropathie sowie zur Nierentransplantation aus urologischer Sicht. Deutschsprachige Leitlinien zur chronischen Nierenkrankheit fehlen.



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